Ein wunderbarer Anfang

"Christus spricht: Ich bin bei Euch alle Tage bis an der Welt Ende." (Die Bibel, Matthäusevangelium, Kapitel 28, Vers 20)

 

Die Taufe

Endlich ist das Kind da! Es ist nach der Geburt im Arm zu halten, berührt Mutter und Vater auf besondere Weise. Das Entstehen neuen Lebens ist etwas Unglaubliches, Unbegreifliches, Heiliges.

In der Taufe wird die Freude über das Wunder des neuen Lebens gefeiert.

Das Kind wird unter Gottes Schutz und Segen gestellt. Dreimal wird ihm mit den Worten: "Ich taufe dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes", Wasser über den Kopf gegossen.

Ein Mensch wird in die christliche Gemeinschaft aufgenommen.

 

Der Glaube

Der Glaube steht in einem besonderen Verhältnis zur Taufe. Ohne Glaube keine Taufe; und ohne Taufe kein Glaube. Im Taufgottesdienst sprechen wir gemeinsam das Glaubensbekenntnis. Der Glaube an den dreieinige Gott verbindet uns mit der gesamten Christenheit. Wer bereit ist den Glauben an Jesus Christus zu bekennen, wird zur Taufe zugelassen.

In der Evangelischen Kirche ist die Kindertaufe die Regel. Eltern, Patinnen und Paten sprechen stellvertretend das Glaubensbekenntnis.

Auch Jugendliche und Erwachsene können getauft werden. Sie brauchen keinen Paten und sprechen selbst das christliche Glaubensbekenntnis. Zur Vorbereitung auf die Taufe werden Taufgespräche angeboten.
Wenden Sie sich bei Interesse an das Pfarramt oder einen der Gemeindepfarrer.

 

Urelemet Wasser

Wasser ist das Urelement des Lebens. Nur mit Wasser entsteht Leben. Wasser kann aber auch eine Bedrohung für das Leben sein. Im Wasser kann Leben untergehen und enden.

Der Täufling erfährt symbolisch, was Jesus Christus durchlebt hat. Wie Christus durch den Tod zum ewigen Leben gelangt ist, so kommt das Wasser über den Täufling. Er "taucht auf" als Mensch des neuen Lebens.

 

Das Licht

Das Licht ist ein wichtiges Symbol der christlichen Taufe. Jesus Christus sagt: "Ich bin das Licht der Welt." Für Getaufte wird im Gottesdienst eine persönliche Kerze entzündet. Diese Taufkerze können Patin und Pate gestalten. Sie ist ein Geschenk, das an den Tauftag erinnert.

 

Patin und Pate

Bei der Säuglings- oder Kindertaufe wird mindesten ein Pate, eine Patin vorausgesetzt. Das Wort Patin/Pate kommt von "Vater" und meint den "spirituellen Vater". Der Pate, die Patin ist zusammen mit den Eltern Taufzeuge. Das Patenamt ist ein kirchliches Amt und beinhaltet eine geistliche Aufgabe, die die Kirche ihren Mitgliedern überträgt. Zusammen mit den Eltern kümmern sich die Paten darum, dass das Kind etwas vom christlichen Glauben erfährt: Sie nehmen seine religiösen Fragen ernst und suchen mit ihm gemeinsam nach Gott. Nicht verbissen, sondern auf eine lustvolle Art, die viel Platz hat für Lachen, Spiele, Geschenke und gemeinsame Unternehmungen. Es ist wünschenswert, aber nicht notwendig, dass eine Patin oder ein Pate der evangelischen Kirche angehört. Formal genügt es, wenn die Paten Mitglieder einer Kirche des ACK (Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland) sind. Sind die Eltern jedoch aus der Kirche ausgetreten, muss der Pate oder die Patin evangelisch sein, damit der Kontakt zur Evangelischen Kirche nicht abreißt. Wenn der Pate nicht Mitglied der örtlichen Gemeinde ist, muss er vor der Taufe seine Kirchenmitgliedschaft mit einer Patenbescheinigung nachweisen. Diese Patenbescheinigung  kann er sich im Pfarramt seiner eigenen Kirchengemeinde ausstellen lassen. Ab der Konfirmation ist ein evangelischer Christ oder eine evangelische Christin berechtigt, das Patenamt zu übernehmen.

 

Christ sein

Die Taufe ist ein Sakrament, das von fast allen Kirchen gefeiert und anerkannt wird. Getaufte gehören zur weltweiten Christenheit.

Evangelisch Getaufte sind eingeladen, am christlichen Leben ihrer evangelischen Gemeinde vor Ort teilzunehmen und es mitzugestalten.

 

Weitere Informationen zum Thema Taufe finden Sie auf den Seiten der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern.