Abschied von Pfarrerin Dorothea Marien

Pfarrerin Dorothea MarienLiebe Gemeinde,
ich werde nach dem Sommer auf eine neue Pfarrstelle wechseln, d.h. ich werde die Gemeinde im Juli verlassen. Ich war 11 Jahre lang Pfarrerin in der Jakobuskirche/Christuskirche. Nach etwa 10 Jahren sind wir Pfarrer angehalten, uns nach einer neuen Stelle umzuschauen. Ich hatte mit meiner Bewerbung Glück und werde ins Dekanat Traunstein wechseln.

Ich bin traurig aber auch dankbar. Wir sind 10 Jahre lang einen gemeinsamen Weg gegangen. Ich habe mein Bestes gegeben, Jesus Christus verkündet, die Gemeinde geleitet durch Jesus Christus, der der gute Hirte ist, ich habe gelehrt und weitergegeben, was ich selbst gelernt habe. Ich spüre eine große Dankbarkeit für diese Zeit, für den gemeinsamen Weg, für viele sehr tiefe Begegnungen, für alles, was in der Gemeinde wachsen konnte - für die Musik, in der Ökumene (ich danke den kath. Schwestern und Brüdern!), im geistlichen Leben.

Ich möchte Ihnen gerne etwas mit auf den Weg geben:
Vertrauen Sie in der Vakanzzeit dem Regionalausschuss und seinen Mitgliedern. Nehmen Sie sich in Zukunft Zeit und Mut, Ihre Meinung, Ihre Kritik deutlich und direkt zu äußern, gegenüber denen, die es betrifft. Gegen Vergleichen, Konkurrenz, Neid, Feindseligkeit – die in jeder menschlichen Gemeinschaft vorhanden sind – gibt es nur ein Heilmittel: Jesus Christus, Vergebung, und Feindesliebe – letztendlich die Erlösung, die von Gott kommt – und das 10. Gebot: Du sollst nicht begehren ...
Wir dürfen unterschiedlich sein. Das ist die Freiheit, zu der uns Jesus Christus ruft.

Der ganzen Gemeinde möchte ich zu Bedenken geben:
In unserer Zeit der zunehmenden Entchristlichung sind wir ganz besonders von Gott gerufen: den Mut zu haben, sich von zu starken vereinsmäßigen Aktivitäten abzuwenden, den Mut zu haben, zu Jesus Christus zu stehen. Die Welt braucht uns genau deswegen. Die christlich-jüdische Offenbarung ist einzigartig vor allen anderen Religionen und geistigen Strömungen in ihrer Öffnung zu Vergebung und wirklicher Erlösung.
Die ökumenische Verbundenheit tragfähig zu gestalten wird eines der Hauptpfeiler unserer Zukunft in Jesus Christus sein.

Die Pfarrstelle wird wohl 1/2 Jahr vakant bleiben und dann hoffe ich, mit Gottes Hilfe, dass der/die passende neue Pfarrerin/Pfarrer mit Ihnen weitergeht. Das wünsche ich Ihnen von Herzen.

Ihre Pfarrerin Dorothea Marien

 

Liebe Frau Marien,

mehr als 11 Jahre sind Sie bei uns in Landshut gewesen. Im ganzen weiten Sprengel des ehemaligen Vikariats waren Sie unterwegs, haben Menschen besucht, mit den Gemeindegliedern gelacht und getrauert. In der Jakobuskirche haben Sie die Gottesdienste gehalten, haben sich um die Senioren, die Kinder, die Konfirmanden gekümmert.

Den Gottesdienst haben Sie durch Ihr Violinspielen bereichert. Für all dies und vieles mehr möchten wir Ihnen ganz herzlich Dank sagen.

Nun beginnen Sie in einer neuen Gemeinde. Wir wünschen Ihnen, dass Sie sich in Traunreut bald wohl fühlen, aber uns auch nicht ganz vergessen.

Behüte Sie Gott!

Ihr Siegfried Stelzner
und die Gemeinde der Christuskirche