Veröffentlicht am Mi., 29. Nov. 2017 17:02 Uhr

Verdi-Requiem am Ewigkeitssonntag

Über 700 begeisterte Zuhörer in der Christuskirche

Am letzten Sonntag des Kirchenjahres erklang in der Landshuter Christuskirche das Requiem von Giuseppe Verdi, eine der gewaltigsten und eindrucksvollsten Schöpfungen der gesamten Kirchenmusik. In der bis auf den letzten Stehplatz gefüllten Kirche sangen und spielten der Motettenchor und Jugendchor der Christuskirche unter der Leitung von Kirchenmusikdirektor Volker Gloßner, dazu das Ensemble Lodron, professionelle Musiker der großen Münchner Orchester (Staatsorchester, Rundfunk), und ein hochrangig besetztes Solistenquartett. Dazu zählen Pedro Velázquez Díaz (Tenor), Prof. Thomas Gropper (Bass),  Stefanie Iranyi (Mezzosopran) und Heidelinde Schmid (Sopran).

Das Requiem von Verdi ist ohne Zweifel die musikalisch reichste Totenmesse, die die klassisch-romantische Epoche hervorgebracht hat. Hinter dieser Komposition steht die Klangsprache, die Stilistik und Ästhetik eines großen Opernschöpfers. Für den immensen Orchesterapparat fordert Verdi neben einer stattlichen Anzahl von Streichinstrumenten und Holzbläsern nicht weniger als 4 Trompeten und weitere Ferntrompeten, 4 Hörner, Posaunen und sogar eine Tuba. Mit der ganzen Pracht und Farbenglut des romantischen Orchesters – nicht zuletzt mit den tiefen Tönen der großen Basstrommel – unterstreicht Verdi erschütternd und eindrücklich den Sinngehalt des lateinischen Requiemtextes. Gleichzeitig bleibt er der liturgischen Würde nichts schuldig. 

All das wurde in der Christuskirche in nahezu perfektem Zusammenspiel zur Aufführung gebracht, für die Konzerbesucher war es ein kirchenmusikalischer Hochgenuss.

Weitere Fotos des Konzertabends finden sich in der Fotogalerie.

Kategorien Kirchenmusik

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